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Umgangsrecht trotz Corona-Krise

11/19/2020 - Familienrecht

Bund und Länder haben ab dem 2. November wieder zusätzliche Maßnahmen vereinbart; eine Gesundheitsnotlage soll verhindert werden. Bürger und Bürgerinnen sollen insbesondere private Treffen auf einen festen weiteren Hausstand beschränken und auf private Feiern soll ganz verzichtet werden. 

Doch wie wirken sich solche Beschränkungen während einer Pandemie auf das elterliche Umgangsrecht aus? 

Gar nicht - so das OLG Frankfurt. Ein familiengerichtlich geregelter Umgang des Kindes mit dem anderen Elternteil darf ohne rechtfertigende Änderungsentscheidung des Familiengerichts nicht unter Hinweis auf die Kontaktbeschränkungen wegen der Verbreitung des Corona-Virus verweigert werden (Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Beschluss vom 08.07.2020, Az. 1 WF 102/20). Einem Elternteil, der den Umgang gleichwohl nicht gewährt, droht deshalb ein Ordnungsgeld.